Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt und weist trotz ausgesprochen hoher Sparquoten im internationalen Vergleich eine der höchsten Ungleichheiten bei dem privaten Vermögensbesitz auf. So gibt es im Euroraum kein anderes Land, in dem die unteren 40% der Bevölkerung praktisch über gar kein Nettovermögen verfügen. Den reichsten 10% hingegen gehören fast zwei Drittel des gesamten Privatvermögens.

Das liegt nicht zuletzt an der abnehmenden Bedeutung des Arbeitseinkommens. So ist das Arbeitseinkommen aller Arbeitnehmer seit 2000 um 5% gestiegen, das Einkommen aus Vermögen und Unternehmensanteilen jedoch um 30%. Kapital konzentriert sich somit immer stärker in den Händen einer kleineren Bevölkerungsgruppe, die als Eigentümer von Unternehmen und Kapital unmittelbar vom Wirtschaftswachstums profitieren.

Der Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung – AGP ist überzeugt, dass die Ungleichheit bei der Vermögensverteilung verringert werden kann, wenn breite Schichten der Bevölkerung an den Gewinnen und am Wertzuwachs der Wirtschaft teilhaben. Wenn Arbeitnehmer durch die Förderung der Kapitalbeteiligung gleichzeitig Kapitaleigner würden, könnte auch die Arbeitnehmerseite an der zunehmenden Bedeutung des Kapitals beteiligt und so der wachsende Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital begrenzt werden.

Mit seiner Idee der „Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand“ setzt sich der Bundesverband Mitarbeiterbeteiligung seit über 60 Jahren für die Teilhabe der Arbeitnehmer am Kapital der Unternehmen ein. Mit unserem Blog sammeln wir Stimmen zur Vermögensungleichheit und Mitarbeiterkapitalbeteiligung und bieten Raum für Diskussion und Ergänzungen rund um das Thema.